Was steht bei der Zimmerer-Nationalmannschaft aktuell an?

18.02.2013

Zimmerer-Europameister Andreas Fichter fährt zur „WorldSkills 2013“ nach Leipzig

Baden-Württemberger wird Deutschlands Zimmerer bei der Berufsweltmeisterschaft im eigenen Land vertreten

Der 20jährige Zimmerer-Europameister Andreas Fichter aus St. Georgen in Baden-Württemberg wird Deutschlands Zimmerer bei der Berufsweltmeister-schaft „WorldSkills 2013“ vom 2. bis 7. Juli in Leipzig vertreten. Die Entscheidung fiel nach einem dreitägigen Training der Zimmerer- Nationalmannschaft im Zimmerer Ausbildungs Zentrum in Biberach.

Im Januar 2012 wurde Fichter bei der Zimmerer-Europameisterschaft 2012 in Stuttgart in der Einzel- und Mannschaftswertung Europameister. Er holte als erster Deutscher diesen Titel. Fichter gehört seit seinem Sieg bei den Deutschen Meisterschaften 2010 zur Zimmerer-Nationalmannschaft, die von Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes getragen und von den Holzbau Deutschland Leistungspartnern, einem Zusammenschluss von Zuliefererfirmen des Holzbaus, unterstützt wird. 

Fichter war in das entscheidende Training mit der WM-Auswahl sichtbar angespannt gestartet. Auch Teamkollege Kevin Weidner (20) aus Bischbrunn in Bayern hatte großes Interesse, das einzige deutsche WM-Ticket zu ergattern. Weidner hat nun beste Chancen, Deutschland bei der nächsten Zimmerer-Europameisterschaft im April 2014 in Frankreich zusammen mit zwei weiteren Teamkollegen zu vertreten. Dazu könnten aus dem jetzigen Team der 20jährige Martin Fricke und der 21jährige Lucas Neidhardt, beide aus Sachsen, sowie der zweite Bayer im Team, Simon Rehm (20) aus Hilpoltstein, gehören.

„Ich bin erleichtert, dass es mit dem WM-Ticket geklappt hat. Ich werde mein Bestes geben und mich intensiv bis Juli vorbereiten“, so Fichter. Bis Juli 2013 stehen zahlreiche Trainingseinheiten auf dem Programm der Zimmerer-Nationalmannschaft. Dazu wird Fichter auch in die Vorbereitungen des Nationalteams des Deutschen Baugewerbes eingebunden, das u.a. öffentlich auf dem Stand des Bundeswirtschaftsministeriums auf der Internationalen Handwerksmesse in München Anfang März 2013 trainieren wird. 

Die Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills 2013“ wird vom 2. bis 7. Juli erstmals seit 40 Jahren wieder in Deutschland stattfinden. Mehr als 1.000 Teilnehmer aus fast 60 Ländern weltweit werden in Leipzig erwartet, die in 45 Wettbewerbsberufen antreten. Insgesamt nehmen 43 deutsche Teilnehmer in 38 Berufen teil, die über die nationale Organisation „WorldSkills Germany e.V.“ gemeldet werden. Aus dem Baugewerbe sind neben dem Zimmerer noch ein Maurer, ein Fliesenleger und ein Stuckateur dabei.



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28.02.2013

Trainingscamp auf der Handwerksmesse in München

Fichter und Weidner bereiten sich auf WM vor

Das nächste Training steht an - dieses Mal wieder als Trainingscamp des Nationalteams des Deutschen Baugewerbes, zudem auch die Zimmerer aus der Zimmerer-Nationalmannschaft gehören. Vier Tage wird auf der Handwerksmesse in München auf dem Stand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie trainiert.

Aus der Zimmerer-Nationalmannschaft ist unser Zimmerer-Europameister Andreas Fichter (20) aus St. Georgen in Baden-Württemberg dabei. Als Ersatzmann für WM trainiert Kevin Weidner (20) aus Bischbrunn in Bayern mit. Das Training leitet der Ausbildungsmeister Hans Wittmann aus Ansbach.



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07.03.2013

Wirtschaftsminister Rösler griff zur Säge

Trainingscamp auf dem BMWi-Stand auf der Handwerksmesse

Hohen Besuch konnte die Zimmerer-Nationalmannschaft von Holzbau Deutschland bei ihrem Trainingscamp auf dem Stand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie empfangen. Wirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler schaute höchstpersönlich vorbei und griff selbst zur Säge. Andreas Fichter, Teilnehmer für die Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills 2013“ und Europameister 2012, sowie Mannschaftskollege Kevin Weidner, Ersatzkandidat für die „WorldSkills“, waren von den Sägefähigkeiten des Ministers beeindruckend.

Auf dem Stand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie hatte das Nationalteam des Deutschen Baugewerbes bestehend aus Maurern, Fliesenlegern, Stuckateuren und den Zimmerern ein Trainingscamp für die Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills 2013“ aufgeschlagen. Vier Monate vor dem internationalen Berufswettbewerb mit Fachkollegen unter 23 Jahren aus aller Welt wurde intensiv auf der Internationalen Handwerksmesse trainiert. Die Zimmerer bauten die Aufgabe der letzten „WorldSkills 2013“, einen Holzpavillon, nach. Dieser wurde an den Kreisjugendring München übergeben und soll demnächst auf den Abenteuerspielplatz ABIX im Münchner Stadtteil Hasenbergl stehen. Das Training in München leitete der Zimmerer-Ausbildungsmeister Hans Wittmann aus dem bayerischen Ansbach, der auch Mitglied im Arbeitskreis Wettbewerbsaufgaben von Holzbau Deutschland ist.

Die Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills 2013“, der größte Berufswettbewerb aller Zeiten, findet vom 2. bis 7. Juli 2013 erstmals nach 40 Jahren wieder in Deutschland, in Leipzig, statt. Unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel werden über 1.000 Teilnehmer aus ca. 60 Ländern in 45 offiziellen Wettbewerbsdisziplinen um Gold, Silber und Bronze kämpfen. Es geht um Präzision und Genauigkeit sowie Nervenstärke und Konzentration. Das Fest der beruflichen Bildung ist eine einzigartige Gelegenheit für Jugendliche, eine so große Vielfalt von Berufen kennenzulernen. Es werden 200.000 Besucher und über 1.000 Medienvertreter aus aller Welt erwartet. Mehr unter www.worldskillsleipzig2013.com.



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12.04.2013

öffentliches Training bei Metabo

WM der Berufe rückt näher

Unser nächstes Training steht an. Vom 24. bis 27. April 2013 ist die Zimmerer-Nationalmannschaft beim Elektromaschinenhersteller Metabo in Nürtingen zu Gast. Ein tolles Programm steht an - für uns und unsere Zuschauer! Wir werden munter angekündigt: "Verfolgen Sie live das Training der Zimmerer-Nationalmannschaft und schauen Sie den Profis dabei über die Schulter."

Das Tagesprogramm sieht wie folgt aus:

26. April (9-23 Uhr): Die Zimmerer-Nationalmannschaft trainiert durchgehend von 9 bis 18 Uhr und lädt zum Zuschauen, Anfeuern, Lernen und Diskutieren ein. Die folgenden Partnerunternehmen stellen sich vor: Fermacell, Spax, Blåkläder, Pavatex. Bei den Metabo-Werksführungen ist ein Blick hinter die Kulissen der Produktion möglich.

Das Highlight ab 20.00 Uhr: Live Band Lollies
Vorverkauf: Metabo (Pforte 1), Metabo Allee 1, Nürtingen
Eintritt: € 10,- (Zimmerer in Kluft haben freien Eintritt!!!!!!)

27. April (9-18Uhr): Training der Zimmerer-Nationalmannschaft bis 16 Uhr, anschl. Siegerehrung. Die Partnerunternehmen stellen sich vor: Fermacell, Spax,
Blåkläder, Pavatex, erneut sind Werksbesichtigungen möglich. Als Highlight ist von 10.00 - 16.00 Uhr ANTENNE 1 vor Ort.

Und hier noch das Plakat von Metabo!



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26.04.2013

Zimmerer-Nationalmannschaft trainierte bei Metabo für Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills 2013“

Andreas Fichter (20) aus St. Georgen im Schwarzwald vertritt Deutschlands Zimmerer bei der Berufsweltmeisterschaft im eigenen Land

Sie sind die besten Zimmerer Deutschlands, wurden im letzten Jahr erstmals Europameister und wollen nun auch bei der WM der Berufe im Juli 2013 in Leipzig aufs Podest. Auf ihrem Weg zum WM-Erfolg wird die von Holzbau Deutschland getragene Zimmerer-Nationalmannschaft vom Elektrowerkzeug-Hersteller Metabo unterstützt. Daher lud Metabo die Zimmerer-Nationalmannschaft zu einem viertägigen Training auf dem Gelände des Metabo-Stammsitzes in Nürtingen ein. Bei der Erstellung eines Holz-Pavillons wurden alle bei der Berufsweltmeisterschaft geforderten Tätigkeiten des Zimmerers wie Schiften, Anzeichen, Ausarbeiten und Zusammenbauen angewandt. Es wurde die beim Wettbewerb geforderte Maßgenauigkeit und Präzision insbesondere beim Sägen zugrunde gelegt.

Der stellvertretende Teamleiter Andreas Großhardt, Holzbauunternehmer aus Uhldingen-Mühlhofen in Baden-Württemberg, bedankte sich bei Metabo für die ausgezeichneten Trainingsmöglichkeiten. „Meister fallen bekanntlich nicht vom Himmel. Hier hilft nur üben, üben und üben und zwar auch öffentlich. Denn auch bei „WorldSkills“ schauen viele zu.“

Für den Gastgeber erklärte Horst W. Garbrecht, Vorstandsvorsitzender von Metabo: „Es ist für uns eine Ehre, die Zimmerer-Nationalmannschaft zu unterstützen. Deutschland braucht so engagierte und herausragende Handwerker. Wir drücken für die WM in Leipzig die Daumen, damit aus den Europameistern auch Weltmeister werden! Und damit der Nachwuchs diesen Ausnahmekönnern nacheifern kann, haben wir in diesem Jahr auch Ausbildungszentren von Holzbau Deutschland mit Elektrowerkzeugen im Wert von rund 45.000 Euro ausgestattet.“

Für Deutschlands Zimmerer tritt Andreas Fichter (20) aus St. Georgen in Baden-Württemberg bei „WorldSkills“ an. Fichter kam als Deutscher Meister 2011 in die Zimmerer-Nationalmannschaft und wurde im letzten Jahr Europameister in der Einzel- und Mannschaftswertung. Dieses Erlebnis beschrieb er mit den Worten „Einfach nur gigantisch!“. Nun hat er ein klares Ziel: „Weltmeister!“. Bis Juli 2013 wird er daher "üben, üben und üben", bei gemeinsamen Trainings mit den Mannschaftskollegen wie bei Metabo und auch alleine zuhause.

Als Trainer fungiert Ausbildungsmeister Michael Rieger aus dem Zimmerer Ausbildungs Zentrum in Biberach, der selbst eigene Wettbewerbserfahrungen hat. Rieger wurde bei „WorldSkills 2001“ in Korea Vize-Weltmeister.

Die anderen Teammitglieder 
- Martin Fricke (20) aus Zwönitz in Sachsen,
- Lucas Neidhardt (21) aus Jößnitz bei Plauen in Sachsen,
- Simon Rehm (19) aus Hilpoltstein in Bayern und
- Kevin Weidner (20) aus Bischbrunn in Bayern
bereiteten sich auf die nächste Zimmerer-Europameisterschaft im April 2014 in Frankreich vor. Hier können drei Mannschaftsmitglieder antreten, die den Titel in der Einzel- und Mannschaftswertung verteidigen müssen.

Die Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills 2013“, der größte Berufswettbewerb aller Zeiten, findet vom 2. bis 7. Juli 2013 erstmals nach 40 Jahren wieder in Leipzig, statt. Unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel werden über 1.000 Teilnehmer aus ca. 60 Ländern in 45 offiziellen Wettbewerbsdisziplinen um Gold, Silber und Bronze kämpfen. Neben den Zimmerern treten andere Bauberufe, aber auch Köche, Bäcker, Mechatroniker und IT-Netzwerktechniker an. Es geht um Präzision und Genauigkeit sowie Nervenstärke und Konzentration. Das Fest der beruflichen Bildung ist eine einzigartige Gelegenheit für Jugendliche, eine so große Vielfalt von Berufen kennenzulernen. Es werden 200.000 Besucher und über 1.000 Medienvertreter aus aller Welt erwartet. Aus Deutschland nehmen 43 Teilnehmer in 38 Berufen an der WM der Berufe teil. Mehr zur WM der Berufe unter www.worldskillsleipzig2013.com.



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29.04.2013

Nationalmannschaft trainierte bei Metabo

WM-Vorbereitungen laufen auf vollen Touren

Um das Team bei ihrer WM-Vorbereitung zu unterstützen, lud Elektrowerkzeug-Hersteller Metabo das Team zu einem viertägigen Training auf dem Gelände des Metabo-Stammsitzes in Nürtingen ein.

Bei der Erstellung eines Holz-Pavillons wurden alle bei der Berufsweltmeisterschaft geforderten Tätigkeiten des Zimmerers wie Schiften, Anzeichen, Ausarbeiten und Zusammenbauen angewandt. Es wurde die beim Wettbewerb geforderte Maßgenauigkeit und Präzision insbesondere beim Sägen zugrunde gelegt. 

Der stellvertretende Teamleiter Andreas Großhardt, Holzbauunternehmer aus Uhldingen-Mühlhofen in Baden-Württemberg, bedankte sich bei Metabo für die ausgezeichneten Trainingsmöglichkeiten. „Meister fallen bekanntlich nicht vom Himmel. Hier hilft nur üben, üben und üben und zwar auch öffentlich. Denn auch bei „WorldSkills“ schauen viele zu.“ Für den Gastgeber erklärte Horst W. Garbrecht, Vorstandsvorsitzender von Metabo: „Es ist für uns eine Ehre, die Zimmerer-Nationalmannschaft zu unterstützen. Deutschland braucht so engagierte und herausragende Handwerker. Wir drücken für die WM in Leipzig die Daumen, damit aus den Europameistern auch Weltmeister werden!“ 



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08.05.2013

Maschinenhersteller lud zum Wettbohren und -Schrauben ein

Vize-Europameister York Niklas Petersen im Einsatz

Der Vize-Europameister 2012, York Niklas Petersen, animierte vom 06. bis 10. Mai 2013 Besucher der Messe LIGNA in Hannover, Metabo-Maschinen auszuprobieren.

Der Elektrowerkzeug-Hersteller ist einer der 15 exklusiven Unterstützer der Zimmerer-Nationalmannschaft und hatte schon mehrfach Mannschaftsmitglieder mit auf Messeständen dabei. Auf der LIGNA besuchten der Vorsitzende und der Geschäftsführer von Holzbau Deutschland, Ullrich Huth und Rainer Kabelitz-Ciré, Metabo und machten sich ein Bild von den Maschinen. 



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13.05.2013

"Es war einfach eine tolle Zeit!"

Der Weltmeister aus dem Jahr 1967 erinnert sich an "WorldSkills"

"WorldSkills" ist alles andere als eine junge Veranstaltung. In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts fanden die ersten Wettbewerbe statt. 1967 stand ein Zimmerer ganz oben auf dem Treppchen: der Holzbauunternehmer und Zimmermeister Albert Baumann (64) aus Flein bei Heilbronn. Der ehemalige Obermeister der Zimmerer-Innung Heilbronn-Öhringen holte vor über 45 Jahren, bei WorldSkills 1967 in Spanien, die Goldmedaille für die Zimmerer und erinnert sich gerne an den Wettbewerb.


Frage: Ihr Wettbewerb ist lange her? An was erinnern Sie sich noch?

Baumann: In der Tat ist es lange her, aber die Erinnerungen sind noch sehr präsent. Ich hatte eine erlebnisreiche Zeit – wie Sportler bei einer Olympiade. Im Jahr 1967 war eine Reise von Duisburg nach Spanien noch ein richtiges Abenteuer. Wir sind alleine mit dem Bus zwei Tage bis Madrid gefahren. Auch Begegnungen mit anderen Nationen waren eher die Ausnahme. Ich hatte danach noch lange Kontakt mit dem Japaner und dem Koreaner.

Frage: Was hat Ihnen „WorldSkills“ gebracht?

Baumann: Es war einfach eine tolle Zeit. Diese Erfahrungen haben mich so kurz nach meiner Ausbildung und meinem ersten Platz beim Bundesleistungswettbewerb als Zimmerer bestätigt. Alles zusammen war für mich eine gute Grundlage, den Betrieb meines Vaters zu übernehmen, den ich inzwischen zusammen mit meinen Kindern führe. Vielleicht waren auch die eigenen WM-Erfahrungen ausschlaggebend, dass ich mich bis heute ehrenamtlich für unseren Beruf engagiert habe. Die Ausbildung und die Nachwuchsförderung liegen mir bis heute am Herzen. In unserem Betrieb bilden wir daher immer aus. 

Frage: Sind Sie in Leipzig dabei?

Baumann: Selbstverständlich bin ich dabei. WorldSkills lässt einen einfach nicht mehr los. Ich freue mich auch darüber, wie sich die WM der Berufe entwickelt hat. Bei mir waren es damals gerade mal knapp über 300 Teilnehmer. Generell finde ich gut, dass inzwischen so viel über Berufswettbewerbe und unseren talentierten Nachwuchs berichtet wird. Nur so können wir für unseren schönen und spannenden Holzbau werben und auch zeigen, dass wir gute und erfolgreiche Leute haben.



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03.06.2013

Öffentliches Training bei Isover

Abschlusstraining für "WorldSkills 2013" in Leipzig

In einem Monat, am 2. Juli 2013, beginnt die Berufsweltmeisterschaft "WorldSkills 2013" in Leipzig. Das öffentliche WM-Abschlusstraining der Zimmerer-Nationalmannschaft findet vom 19. bis 22. Juni 2013 auf Einladung des Dämmstoffherstellers Isover statt. Das Training findet auf dem Gelände des Fachhändlers Luschka und Wagenmann im Mannheimer Industriehafen statt.

WM-Teilnehmer Andreas Fichter bereitet sich auf die WM vor, die anderen Mannschaftsmitglieder haben bereits die nächste Europameisterschaft 2014 im April in Frankreich im Visier.

Das Team baut einen Holzpavillon - unter den gleichen Wettkampfbedingungen, denen sie sich in Leipzig stellen müssen. Auf den fertigen Pavillon kann sich schon jetzt ein Mannheimer Kindergarten freuen.

ISOVER kooperiert seit vielen Jahren mit Holzbau Deutschland - Bund Deutscher Zimmermeister, dem Träger der Zimmerer-Nationalmannschaft, und freut sich daher auf den Besuch der Zimmerer Nationalmannschaft.

Mehr Infos zum Training bei Isover 



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22.05.2013

... denn Abgerechnet wird immer erst ganz am Ende

Weltmeister 2003 und Vize-Weltmeister 2001 berichten von ihren persönlichen WM-Erfahrungen

Wenn im Juli 2013 „WorldSkills“ in Leipzig stattfindet, werden zwei Ausbildungsmeister aus dem Zimmerer Ausbildungs Zentrum in Biberach das Ereignis unter ganz eigenen Blickwinkeln verfolgen. Denn Jochen Ströhle und Michael Rieger kennen das Event aus eigener Erfahrung. Michael Rieger, heute Trainer der Zimmerer-Nationalmannschaft, wurde 2000 Vize-Europameister in Frankreich und 2001 Vize-Weltmeister in Seoul, Korea. Ausbildungsmeister Jochen Ströhle wurde 2003 sogar Weltmeister in St. Gallen in der Schweiz. Im Hinblick auf die diesjährigen WorldSkills in Leipzig wurden sie von Anja Windmüller befragt.

Frage: In welchem Jahr hast Du an den WorldSkills teilgenommen und wo fanden sie statt?

Michael Rieger: Ich habe 2001 an der WM in der Hauptstadt von Süd-Korea, Seoul, teilgenommen und bin dort Vize-Weltmeister geworden. 2000 in Epinal, Frankreich, wurde ich Vize-Europameister.

Jochen Ströhle: 2003. Der Wettbewerb fand in der Schweiz in St. Gallen statt.

Frage: Wie alt warst du da und wie alt bist du heute?

Michael Rieger: Mit 22 wurde ich Vize-Weltmeister. Nun bin ich 34 und darf die Jungs trainieren, die sich diesem Wettkampf stellen.

Jochen Ströhle: Ich war damals 21 Jahre alt.

Frage: Wie sind dir die WorldSkills in Erinnerung geblieben, was war der tollste/ aufregendste/ schlimmste Moment?

Michael Rieger: Der tollste Moment ist dann, wenn die letzte Schraube im Holz verschwindet. Auch jetzt noch, wenn man die Jungs begleitet und sie vier Tage alles geben, fällt am Ende ein riesiger Druck ab. In diesem Moment spielt die Platzierung noch keine Rolle.

Jochen Ströhle:  Es war eine sehr tolle, schöne und erfahrenswerte Zeit. Toll fand ich, dass man die anderen Teilnehmer des selben Gewerks arbeiten sehen konnte. Hier kamen ganz andere Arbeitsweisen ans Tageslicht. So hatte zum Beispiel der Japaner sein Holz nicht in der Hobelbank eingespannt, um es zu bearbeiten, sondern hielt es mit seinen Zehenschuhen auf einem Bock fest. Weiterhin fand ich auch die anderen Berufe sehr interessant. Egal ob Friseur, Steinmetz, Köche, Floristen… Man kann es fast gar nicht glauben, ohne das man es einmal gesehen hat. Aufregend war einfach schon der Beginn. Man ist als “Team Deutschland” mit dem Bus angereist, alle gleich eingekleidet, und konnte erst einmal das Wettbewerbsgelände anschauen. Dann kam die Eröffnungsfeier – man läuft als Team in eine menschen-gefüllte Halle ein, alle jubeln und feiern dich. Einfach Spitzenklasse.

Der schlimmste Moment für mich war eigentlich immer die Zeit vor dem Zusammenbau. Das Problem: sobald du einmal vom Reißboden herunter bist, d.h. du bist nun beim ausarbeiten, kommen alle Zuschauer (damals in St. Gallen auf vier Tage verteilt ca. 180.000 Menschen) um deine Absperrung herum und wollen etwas sehen. Hierbei sind natürlich auch “Spione” anderer Länder zugange. Ist man also beim Zusammenbau und stellt dann fest, dass etwas nicht passt, gelangt dies natürlich in Umlauf und man kommt in Hektik.

Das Problem hatte ich aber zum Glück bei der WM nicht. Als ich das erste Modul zusammengebaut hatte und alles passte, habe ich selbst in die Menschenmenge applaudiert. Das gab den Zuschauern den Anstoß auch zu applaudieren. Somit schauten die Konkurrenten wieder auf, sahen, das es bei einem anderen Teilnehmer einen Erfolg zu verzeichnen gab, und kommen gleich ein bisschen ins Schwitzen.

Frage: Haben dir die WorldSkills etwas für dein späteres Leben / Beruf gebracht?

Michael Rieger: Natürlich, unvergessliche Erinnerungen. Auch Stolz mit anderen Deutschland vertreten zu dürfen und das Beste gegeben zu haben. Für den Beruf habe ich gelernt am Ball zu bleiben. Abgerechnet wird immer erst ganz am Ende.

Jochen Ströhle: Erfahrung. Sehr großes Interesse am Beruf. Und es machte sich natürlich schon gut in den Bewerbungsunterlagen.

Frage: Siehst du einen Unterschied zwischen den Wettkämpfen damals und heute? Gab es damals auch schon ganze Teams? Wie wurdest du auf den Wettbewerb vorbereitet?

Michael Rieger: Die Wettkämpfe werden vermutlich von ca 150.000 vielleicht auch 200.000 Leute besucht. Das war 2001 in Korea vergleichbar.

Da von jedem Beruf nur ein Teilnehmer pro Land teilnehmen darf, besteht das Deutsche Team 2013 aus ca. 40 Teilnehmern. Ein Koch, ein Möbelschreiner, ein Goldschmied usw. Deutschland tritt dieses Jahr in besonders vielen Berufen an, das bringt das “Heimspiel” in Leipzig mit sich.

Bei unserem damaligen Olympischen Team waren wir 33 Teilnehmer. Das erste Kennenlernen der deutschen Mitstreiter und die Vorbereitung an der WM als Mannschaft aufzutreten, ist durchaus vergleichbar mit heute.

Was sich bei den Zimmerern stark verändert hat ist das eigene Training. Über das Jahr hinweg besteht nun die Möglichkeit mit anderen gemeinsam intensiver zu trainieren. Wir haben eine Nationalmannschaft, die von Holzbau Deutschland getragen und von den Holzbau Deutschland Leistungspartnern unterstützt wird. Dadurch sind mehr Trainings möglich und das Team wird mit Maschinen ausgestattet. Einige Leistungspartner laden uns ein und lassen uns im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen  trainieren. Das bringt uns sehr viel. 

Meine eigene Vorbereitung war persönlicher. Ich war oft in Biberach im ZAZ und habe dort die Unterstützung von Roland Schumacher bekommen, die ich brauchte. Aber heute wie früher ist alles nur umsetzbar durch unsere Teilnehmer.

Jochen Ströhle: Es gibt in meinen Augen einen sehr großen Unterschied, so zum Beispiel den Einsatz von Maschinen. Man konnte schon sämtliche Maschinen verwenden, die musste man aber selbst mitbringen.

Weiterhin das ganze Sponsoring. Das gab es nicht so wie heutigen Umfang. Damals hat man die bisherigen Kontakte weitergenutzt und versucht neue Sponsoren zu finden, was aber nicht einfach war. Durch unsere heutigen Sponsoren können die Teilnehmer viel besser vorbereitet werden, das empfinde ich als eine gute Sache.

Damals gab es halt das “Team Deutschland”, in dem dann alle Berufe eines Landes vertreten waren. Einen Fanclub so wie heute gab es in der Form nicht. Klar waren zum Beispiel Roland Schumacher, Michael Rieger oder mein damaliger Chef zugegen, sonst aber in diesem Sinne niemand. So wie es jetzt ist, und das fand ich auch in Stuttgart bei der EM richtig spitze! Es macht für andere Länder, andere Teilnehmer und für den eigenen Teilnehmer einfach was her. Der eigene Teilnehmer weiß hier auch, dass viele Menschen hinter ihm stehen. Das gibt einfach gedanklich schon sehr viel Kraft.

Die Vorbereitung bei mir war schon intensiv, war aber nicht so wie jetzt. Aber ich denke dies hängt auch mit den ganzen Sponsoren zusammen.

Frage: Wirst du in Leipzig live dabei sein?

Michael Rieger: Ja ich werde live dabei sein und Andreas Fichter die Daumen drücken. Den dritten und vierten Wettkampftag kann ich nur jedem empfehlen. Am dritten Tag gibt es vieles zu sehen und die Atmosphäre am Vierten ist unschlagbar. Wenn über 1000 Wettkämpfer im Endspurt alles geben und der Schlusspfiff ertönt!

Jochen Ströhle:  Bis jetzt werde ich leider nicht dabei sein. Unter der Woche bin ich ja hier in der Ausbildung tätig. Am Wochenende dann hochfahren lass ich mir heute noch offen ... 



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