Was steht bei der Zimmerer-Nationalmannschaft aktuell an?

13.05.2013

"Es war einfach eine tolle Zeit!"

Der Weltmeister aus dem Jahr 1967 erinnert sich an "WorldSkills"

"WorldSkills" ist alles andere als eine junge Veranstaltung. In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts fanden die ersten Wettbewerbe statt. 1967 stand ein Zimmerer ganz oben auf dem Treppchen: der Holzbauunternehmer und Zimmermeister Albert Baumann (64) aus Flein bei Heilbronn. Der ehemalige Obermeister der Zimmerer-Innung Heilbronn-Öhringen holte vor über 45 Jahren, bei WorldSkills 1967 in Spanien, die Goldmedaille für die Zimmerer und erinnert sich gerne an den Wettbewerb.


Frage: Ihr Wettbewerb ist lange her? An was erinnern Sie sich noch?

Baumann: In der Tat ist es lange her, aber die Erinnerungen sind noch sehr präsent. Ich hatte eine erlebnisreiche Zeit – wie Sportler bei einer Olympiade. Im Jahr 1967 war eine Reise von Duisburg nach Spanien noch ein richtiges Abenteuer. Wir sind alleine mit dem Bus zwei Tage bis Madrid gefahren. Auch Begegnungen mit anderen Nationen waren eher die Ausnahme. Ich hatte danach noch lange Kontakt mit dem Japaner und dem Koreaner.

Frage: Was hat Ihnen „WorldSkills“ gebracht?

Baumann: Es war einfach eine tolle Zeit. Diese Erfahrungen haben mich so kurz nach meiner Ausbildung und meinem ersten Platz beim Bundesleistungswettbewerb als Zimmerer bestätigt. Alles zusammen war für mich eine gute Grundlage, den Betrieb meines Vaters zu übernehmen, den ich inzwischen zusammen mit meinen Kindern führe. Vielleicht waren auch die eigenen WM-Erfahrungen ausschlaggebend, dass ich mich bis heute ehrenamtlich für unseren Beruf engagiert habe. Die Ausbildung und die Nachwuchsförderung liegen mir bis heute am Herzen. In unserem Betrieb bilden wir daher immer aus. 

Frage: Sind Sie in Leipzig dabei?

Baumann: Selbstverständlich bin ich dabei. WorldSkills lässt einen einfach nicht mehr los. Ich freue mich auch darüber, wie sich die WM der Berufe entwickelt hat. Bei mir waren es damals gerade mal knapp über 300 Teilnehmer. Generell finde ich gut, dass inzwischen so viel über Berufswettbewerbe und unseren talentierten Nachwuchs berichtet wird. Nur so können wir für unseren schönen und spannenden Holzbau werben und auch zeigen, dass wir gute und erfolgreiche Leute haben.



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